Bei angenehmem Herbstwetter startete der BürgerTreff mit 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu einer abwechslungsreichen Runde auf dem Schafhof. Der Weg führte entlang der Streuobstwiesen der Alb, die mit ihren alten Obstbäumen und buntem Laub ein eindrucksvolles Bild boten.
Am Waldrand säumten dichte Hecken aus Schlehen, Weißdorn und Liguster den Weg. Sie bieten zahlreichen Vögeln und Kleintieren wertvollen Lebensraum und Unterschlupf. Früher dienten solche Hecken zudem als natürliche Abgrenzung, Windschutz und Erosionsschutz und prägen bis heute das Landschaftsbild.
Unterwegs wies Toni Bantle -Palm, unsere fachkundige Führerin, auch auf die Bedeutung einzelner Baumarten hin: Die Eiche gilt als Symbol für Beständigkeit und bietet mit ihren Früchten und der groben Rinde Lebensraum für viele Tierarten. Die Robinie, ursprünglich aus Nordamerika stammend, beeindruckt durch ihre Härte und wird wegen ihrer Fähigkeit zur Stickstoffbindung geschätzt – auch wenn sie als nicht einheimische Art ökologisch umstritten ist.
Ein weiterer Themenpunkt war die Unterscheidung der heimischen Ahornarten: Der Spitzahorn trägt scharf zugespitzte Blätter, der Bergahorn größere, weniger tief gelappte Blätter und bevorzugt kühle, feuchte Standorte, während der Feldahorn kleinere, rundlichere Blätter besitzt und Trockenheit besser verträgt.
Den Abschluss der Wanderung bildete die Betrachtung einer Rosengalle, einer auffälligen, kugeligen Wucherung an Wildrosen, die durch die Eiablage der Rosengallwespe entsteht – ein faszinierendes Beispiel für das Zusammenspiel von Pflanze und Insekt.
So endete eine lehrreiche und stimmungsvolle Herbstwanderung in geselliger Runde.
